Pearl Harbor Angriff

Um 7:48 Uhr am Morgen des 7. Dezember 1941 bombardierten 353 japanische Kampfflugzeuge die Luftstützpunkte der USA auf der Insel Oahu. In diesem Moment verwandelte sich der ansonsten ruhige Sonntagmorgen in einen Tag, den Präsident Roosevelt “einen Tag der in Infamie leben wird” nannte.

Der Angriff fand in zwei Phasen statt, die ungefähr 90 Minuten andauerten. In dieser Zeit versanken oder beschädigten die Japaner erfolgreich 18 Schiffe – einschließlich acht U.S. Schlachtschiffe – und 350 Flugzeuge. In weniger als zwei Stunden kamen 2.402 Amerikaner um und 1.282 wurden verwundet.

Der Angriff auf Pearl Harbor verblüffte die U.S. Navy, die vollkommen unvorbereitet auf solch einen Angriff war. Soldaten an Bord der amerikanischen Schlachtschiffe wachten von den schrillen Warnsirenen und der berühmten Nachricht, die durch den Hafen tönte, auf: “Air Raid Pearl Harbor. This is not a drill.” (“Luftangriff Pearl Harbor. Dies ist keine Übung”).

Während Pearl Harbor brannte und gewöhnliche Männer zu Helden wurden, realisierte die amerikanische Regierung und die Bevölkerung auf dem Festland, dass die Zeiten der Isolationspolitik der USA vorüber waren. Die USA stiegen offiziell in den Zweiten Weltkrieg ein, und in den kommenden Jahren half das Land seinen Verbündeteten, den Krieg zu gewinnen.

Zuerst allerdings musste die Nation versuchen, die folgenden Fragen die aufkamen zu beantworten: Wie konnte dies passieren? Was führte zu diesem Angriff und was genau waren seine Folgen? Der “Tag der Infamie” war ein Tag, der nicht nur von Verwirrung, Entsetzen, Schock und Betrug geprägt war, sondern auch von Kurzsichtigkeit und irrtümlicher Kommunikation.

Die Jahre vor dem Angriff auf Pearl Harbor waren eine Zeit, in der Japan eine ehrgeizige und große Expansion seines Reiches plante und durchführte. Die Vereinigten Staaten andererseits versuchten ihre Isolationspolitik beizubehalten. Zu Beginn der 1930er Jahre war Japan in die Mandschurei und nach China vorgedrungen und war auf dem Weg, die gesamte Region von Südostasien zu erobern und an deren Ölreserven zu gelangen. Nach dem Fall von Frankreich im Jahre 1940 und der japanischen Invasion und Besetzung von Französisch-Indochina im Jahre 1941, begannen die USA die Tendenzen des Krieges im Pazifik zu verstehen. Die USA stoppten die Einfuhr von Flugzeugen, Flugzeugteilen und Öl nach Japan, was die japanische Wirtschaft negativ beeinträchtigte, da diese auf Öl von den USA angewiesen war.

Einige Zeit zuvor hatte Präsident Eisenhower die amerikanische Pazifikflotte angewiesen, ihren Stützpunkt von San Diego in Kalifornien nach Hawaii zu verlegen und die amerikanischen Truppen in den Philippinen zu verstärken, um die japanische Aggression und Vordrängung einzudämmen. Nichtsdestotrotz hatten die Japaner bis zum Jahre 1941 ihre Pläne vervollständigt, um Niederländisch-Ostindien zu erobern.

Die Länder steckten in der Klemme – Japan war am Verhandeln, das Öl Embargo zu beenden ohne seine Expansion in andere Regionen eindämmen zu müssen, und die USA versuchten Japan zurück zu drängen, wollten aber einen Einsatz von amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg verhindern. Es wurde deutlich, dass Krieg am Horizont zu erkennen war. Jedoch versuchten beide Länder diplomatisch vorzugehen und Verhandlungen schienen kurz vor dem Angriff auf Pearl Harbor geplant zu sein.

Aber offensichtlich hatte Japan am 7. Dezember 1941 seine Meinung geändert und ging anders vor. In Übereinstimmung mit den Kriegsregeln hatte das Land sogar versucht, vorher eine Kriegsbenachrichtigung zu übermitteln. Tokyo hatte die Nachricht an die japanische Botschaft in den USA geschickt, die heute als die “14-part message” (“14-teilige Nachricht”) bekannt ist. Japan hoffte, dass die Nachricht so schnell wie möglich nach Washington übermittelt werden würde, sodass sie zwar die USA im voraus warnten, aber dennoch einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor ausführen konnten. Jedoch brauchte das Büro der japanischen Botschaft zu lange, um die Nachricht, die 5000 Worte enthielt, zu übersetzen und zu übermitteln. Als sie endlich nach Washington übermittelt wurde, hatte der Angriff bereits begonnen.

Weniger als vier Jahre nach dem Angriff auf Pearl Harbor, am 6. August und am 9. August 1945, warfen die USA zwei Atombomben über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki ab. Sechs Jahre später ergab sich Japan, was den Krieg im Pazifik offiziell beendete. Nach Schätzungen betrug die Zahl der Todesopfer in Hiroshima cirka 70.000, eine Zahl die bis zum Jahre 1950 auf 200.000 anstieg, durch Spätfolgen wie Krebs und anderer Krankheiten, die durch die Bestrahlung der Atombomben verursacht wurden.